Der Wohnsitz des Friedens liegt mitten in einer grünen Oase ca. 32 km von Bangalore entfernt. “Prashanti Kutiram” – Wohnsitz des Friedens - so der Name des Campus der Swami Swami Vivekananda Yoga Anusamdhana Samsthan-Yoga Universität (SVYASA) Bangalore.
Yoga an der Universität
Seit über 30 Jahren steht S-VYASA für fundierte Yoga-Ausbildung, für Yoga-Forschung und für Yoga-Therapie.
Einer der Gründerväter und treibende Kraft hinter der SVYASA-Bewegung ist Dr. H.R. Nagendra. Früher wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der NASA, entschied sich der Ingenieur im Jahr 1971, sich ausschließlich dem Yoga-Weg zu verschreiben. So entstand eine zunächst private Yoga-Forschungseinrichtung, die sich über diverse Spenden und Mäzene finanzierte. Vor einigen Jahren wurde sie dann von der Indischen Regierung als Universität anerkannt.
Das Campus liegt weit abgeschieden von der nächsten Ortschaft, eingebettet in grüne Hügel auf einem 40 Hektar großen Grundstück.
Die Ziele der SVAYSA-Universität
- Unterricht und Training nach den spirituellen Lehren von Swami Vivekananda, dem indischen Mönch, der durch seine Rede vor dem Weltparlament der Religionen am 11. September 1893 den Weg des Yoga in den Westen bahnte.
- Eine Forschungseinrichtung bereit zu stellen, die alle Richtungen der Yogalehre verbreitet und Anwendungen des Yoga bereitzustellen.
- Außer-Universitäre Studien und Entwicklungsprogramme oder Aktivitäten bereit zu stellen, um zu einer gesellschaftlichen Entwicklung beizutragen.
- Alle Handlungen oder Dinge zu tun, die für die Zukunft des Insituts förderlich sind.
Die Fakultäten
- Fakultät für Spiritualität
- Institut für Sanskrit
- Institut für Vedische Studien
- Institut für Religionswissenschaften
- Fakultät für Yoga und Biowisschenschaften (Life Sciences)
- Institut für Gesundsheitswesen
- Institut für Bio-Wissenschaften
- Institut für Naturwissenschaften
- Fakultät für Yoga und Mathematisch-Naturwissenschaftlicher Zweig
- Institut für Mathematik
- Institut für Physik
- Institut für Maschinenbau
- Fakultät für Yoga und Management Studies
- Institut für Erziehungswissenschaften
- Institut für Management
- Institut für Rechtswissenschaften
- Fakultät für Yoga und Geisteswissenschaften
- Institut für Sprachwissenschaften
- Institut für Schöne Künste
- Institut für Geschichte, Soziologie und Anthropologie
Die Zulassung
Laut Statut steht die S-VYASA Universität allen Personen ungeachtet ihrer Rasse, Religion, Kaste oder sonstiger Herkunft frei. Niemand, weder Studenten noch Lehr- oder sonstiges Verwaltungspersonal, wird hinsichtlich der religiösen Vorstellungen befragt.
Ein Gremium entscheidet über die Aufnahme in die Universität, Bewerber müssen sich einem detaillierten Interview unterziehen. Der akademische Betrieb läuft ebenso wie in Deutschland in Semestern.
Abschlüsse, die erreicht werden können, entsprechen dem üblichen Standard in Indien: Diplom-, Bachelor- und Master-Studiengänge.
Forschung und Lehre
Die Forschung
Die Forschung an der S-VYASA Universität ist auf hohem Niveau. Über 70 Papers der Uni wurde in angesehenen Fachzeitschriften veröffentlicht.
Yoga im Business-Bereich
Der Berufsalltag hat immense Vorteile gebracht, Luftverkehr, TV, Computer, Internet – alles hat die Welt mit immenser Geschwindigkeit zusammen wachsen lassen.
Die Svyasa führte Untersuchungen an mehr als 25.000 leitenden Angestellten durch und konnte sehr gut die positiven Wirkungen von Yoga nachweisen und die Resultate in angesehen Zeitschriften veröffentlichen.
Das Lehrkrankenhaus - Arogyadhama
S-VYASA bietet neben dem akademischen Unterricht auch ein Lehrkrankenhaus “Arogyadhama” mit 250 Betten an. In diesem Krankenhaus wendet man ausschließlich Yoga-Therapie für Krankheiten an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Bronchial Asthma, Atemwegsallergie, Chronische Bronchitis, Diabetes, Übergewicht, Zu hoher bzw. zu niedriger Blutdruck, Epilepsie, Migräne, Spannungskopfschmerz, Angsterkrankungen, Psychische Erkrankungen (Depressionen, Neurosen, Angsterkrankungen), Reizdarmsyndrom und Augenerkrankungen.
Heilung durch Ruhe
Die Behandlung besteht aus Yoga-Unterricht durch erfahrene Yogalehrer, einer täglichen Routine, die ein stressfreies Leben ermöglicht, einfache, ruhige, gemütliche Atmosphäre, regelmäßige Vorträge über Yoga, Yoga-Therapie und andere Anwendungen, Diskussionen über verschiedene Techniken des Yoga, Vermittlung der philosophischen Yoga-Inhalte auf spielerische Weise, Yoga-Ausrüstung und Beratung durch qualifizierte Ärzte.
Inder zahlen andere Preise als Westler: So kostet beispielsweise die Behandlung für einen Monat für Patienten aus dem Wesen 900 US-Dollar, Inder zahlen 4.500 Rupies (etwa ein Zehntel des Preises).
Der Tagesablauf an der Universität – das andere Studentenleben…
In the heat of the night….beginnt der – sehr lange – Yoga-Tag. Um 4 Uhr morgens klingelt der Wecker. Da bekommt „Studentenleben“ eine ganz andere Bedeutung:
| 04.20 | Wecken |
| 05.00 – 5.30 | Pratahamsarana & Om Meditation |
| 5.35 – 6.35 | Yoga Asanas / Special Technique |
| 6.40 – 7.20 | Bad und Körperpflege |
| 7.15 – 8.00 | Maitri Milan |
| 8.00 – 8.30 | Frühstück |
| 8.40 – 9.40 | Karma Yoga |
| 10.00 – 10.55 | Vorlesung Session 1 |
| 11.00 – 11.55 | Vorlesung Session 2 |
| 12.00 – 12.55 | Vorlesung Session 3 / Praxis Session 2 |
| 13.00 – 14.00 | Lunch / Pause / Bibliothek |
| 14.00 – 14.55 | Vedic Chanting / Song Praxis |
| 15.00 – 15.55 | Vorlesung Session 4 |
| 16.00 – 16.55 | Vorlesung Session 5 |
| 17.00 – 18.00 | Malt und Tuning to Nature |
| 18.15 – 19.15 | Vorlesung Session 6 |
| 19.15 - 20.00 | Abendessen |
| 20.00 – 20.30 | Devotional Session |
| 20.30 - 21.15 | Happy Assembly im Auditorium |
| 21.15 – 22.00 | Selbststudium |
| 22.00 | Licht aus. |
Die Mensa
Mahlzeiten werden auf dem Boden eingenommen, man isst ausschließlich mit den Händen. Es gibt vegetarisches Essen, ohne Zwiebeln und Knoblauch und – für indische Verhältnisse - nur mäßig gewürzt. Ein kleiner Speisesaal mit Plastik-Stühlen ist ausschließlich besonderen Gästen vorbehalten. In der Uni-Cafeteria sind kleine Snacks erhältlich.
Der Hörsaal
Alle, die schon einmal in Indien waren, wissen: 8-10 Stunden sitzend auf dem Boden zu verbringen ist nicht jedermanns Sache und häufig das größte Hindernis bei Seminaren in Indien. Inder selbst scheinen da völlig schmerzfrei: Männer sitzen rechts, Frauen links, beide Gruppen haben kleine Tischchen vor sich, auf denen sie ihre Notizen machen, während sie ihre Notizen machen. Ein paar Plastikstühle sind für die gedacht, die den harten Boden nicht überleben würden.
Disziplin ist überall spürbar, es besteht bei allen Klassen Anwesenheitspflicht; ein Verlassen des Uni-Geländes ist nur mit Ausnahmegenehmigung möglich.
Frauen müssen einen salwaar kameez tragen, eine Tunika mit darunter zu tragender Hose aus reiner Baumwolle. Die Hosen sind zwar recht weit und bequem, die Tunika dagegen weniger. Die Männer tragen eine blaue Trainingshose und ein T-Shirt. Einige mutige Frauen tragen ebenfalls diese Kleidung.
Westliche Teilnehmer, die einen „Yogainstructor Course“ absolvieren, sind von dieser Kleidungsvorschrift ausgenommen.
Die Homepage der Uni enthält interessante Reden über verschiedene Themen, ein Besuch auf der Website lohnt sich.